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Auch das Jahr 2001 beschert dem Transportgewerbe einen neuen Insolvenzrekord - Die Folgen von fehlender Harmonisierung und steigender Abgabenbelastung nehmen ruinöse Ausmaße an !

18.03.02

BGL. Frankfurt/M. - Seitdem die im 1. Halbjahr 1999 eingeführte Ökosteuer die fehlende Harmonisierung der europäischen Wettbewerbsbedingungen begleitet, steigen die Insolvenzzahlen im Transportgewerbe (=Straßenverkehr/Spedition+Lagerei) dramatisch an und erreichen immer neue Rekordhöhen. Nachdem im Jahre 2000 erstmals die Marke von 1.300 Insolvenzen überschritten wurde, wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2001 sogar über 1.600 Insolvenzen im deutschen Transportgewerbe gezählt. Die Entwicklung verläuft dabei sehr kontinuierlich: die Insolvenzzahlen steigen von Halbjahr zu Halbjahr (siehe Anlage). Während das Transportgewerbe 2001 einen Anstieg der Insolvenzen um 23 % hinnehmen musste, erhöhten sich die Unternehmensinsolvenzen generell "nur" um 14 %. Die niedrigen Transportpreise rechnen sich für die Wirtschaft nur bedingt, denn die hieraus resultierenden Insolvenzen zogen im vergangenen Jahr Forderungsausfälle von mehr als 2 Mrd. DM nach sich.

Der BGL fordert: Ein ausreichend dimensionierter Harmonisierungsschritt muss her, auf andere Weise lässt sich diese katastrophale Entwicklung nicht aufhalten. Ohne einen Harmonisierungsschritt bei Einführung der Lkw-Maut werden größere Teile des Transportgewerbes ins Abseits gestellt. Letztes Jahr registrierte das Statistische Bundesamt das Aus für mehr als 8.000 Arbeitsplätze im deutschen Transportgewerbe - wie viele will man in Berlin nächstes Jahr zählen lassen?

Frankfurt am Main, den 18.03.2002

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Martin Bulheller
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