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Welche Auswirkungen verursacht die leistungsabhängige LKW-Maut?

BGL stellt Tabellen zur Berechnung der Mehrbelastung durch die LKW-Maut ins Internet ein

20.11.02

BGL. Frankfurt/M. - Die durch die LKW-Maut im kommenden Jahr zu erwartende Mehrbelastung des Güterkraftverkehrs kann vom Transportgewerbe nicht getragen werden. Ein durchschnittlicher Lastzug im Fernverkehr muss bei einer jährlichen Autobahnfahrleistung von 100.000 km etwa 15.000 ? aufbringen. Die "Kostenentlastung" durch die dann nicht mehr notwendige Euro-Vignette beträgt gerade einmal schlappe 1.250 ?!

Vor diesem Horrorszenario wird sofort deutlich, dass die Zusatzbelastung auch vom besten Unternehmen nicht aufgefangen werden kann, da alle Rationalisierungsreserven im knallharten internationalen Wettbewerb zwischenzeitlich bis zum letzten Cent ausgeschöpft wurden. Gleichzeitig wurden aber auch die Gewinnmargen auf ein absolutes Minimum gedrückt, so dass das Transportgewerbe gezwungen ist, die Maut in voller Höhe weiterzubelasten. Jedes Unternehmen, dem es nicht gelingt, diese zusätzlichen Ausgaben seinen Auftraggebern in Rechnung zu stellen, wird liquiditätsbedingt schnell aus dem Markt ausscheiden.

Insbesondere ist zu berücksichtigen, dass die LKW-Maut auch dann berechnet wird, wenn durch den Transportablauf notwendige Leerfahrten auf der Autobahn durchgeführt werden müssen. Will das Transportunternehmen nicht auf einem Teil der Maut sitzen bleiben, kommt es nicht umhin, die Maut für Autobahnfahrten mit den unbeladenen Fahrzeugen umzulegen.

Um die Maut-Zusatzkosten einsatzspezifisch zu ermitteln hat der BGL Tabellen entwickelt, die in sehr übersichtlicher Form schrittweise die notwendigen prozentualen Erlössteigerung nachweisen. Die Tabellen berücksichtigen beispielhaft die Mautkosten für Fahrzeuge mit 4 oder mehr Achsen der Schadstoffklasse EURO II/III bei einem angenommenen Mautsatz von 0,15? je Autobahnkilometer. Berücksichtigt werden auch das Verhältnis von Last- und Leerfahrten sowie der durchschnittliche Anteil der Autobahnnutzung an der Gesamtfahrleistung. Schließlich wird dargestellt, um welchen Prozentsatz die Kilometererlöse erhöht werden müssen, um die mautbedingten Zusatzkosten zu decken.

Daneben bietet der BGL mit dem "function pack KALIF" ein computergestütztes Berechnungsprogramm an, das die Maut auf Grundlage des Programmes "map&guide" separat ausweist. Darüber hinaus finden Interessierte unter www.haustarifrechner.de ein gebührenpflichtiges Kalkulationsprogramm. Damit lassen sich aufwandsgerechte Haustarife entwickeln, gleichfalls unter Berücksichtigung der Lkw-Maut.

Frankfurt am Main, den 20. November 2002

Anhänge

BGL-MAUT-TABELLEN.PDF

Pressekontakt

Martin Bulheller
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